Pieces Of Me


Written by Katie Green.

,,Hey, das is nich’ witzig!”, kicherte ich und knuffte Tom in die Schulter.
Er lachte.
,,Isses wohl!”, grinste er und nahm mich in den Arm.
Wir liefen zu mir und schwankten auf der Straße hin und her. Er lachte und ich grinste nur.
,,Auf so was kannst auch nur du kommen…”, giggelte ich.
Wir standen vor meinem Haus.
,,Irgendwie hab ich noch kein Bock heimzugehen…”, maulte ich.
,,Hmmz… Dann komm noch mit zu mir.”, grinste er.
,,Aber ich will nimmer laufen…”, sniffte ich.
,,Och…”, er grinste. ,,Komm her, Prinzessin!”
Sagte und Nahm mich auf den Arm. Wie ein Baby lag ich jetzt in seinen Armen und grinste ihn an.
,,Ooooh mein Held!”, giggelte ich.
Er trug mich bis zu sich heim, war zwar nur zwei Straßen, aber trotzdem bewunderte ich ihn. Hehe, war nun mal mein kleine Pisser hihi.
Drinnen schmiss er mich auf die Couch.
,,Alles zu ihrer Zufriedenheit, Me Lady?”, grinste er.
Ich lachte. ,,Och, gehen wir doch in dein Zimmer…”
,,Gehen?”, fragte er hoffnungsvoll.
Ich streckte meine Arme aus und zog ne schnute. Er grinste und nahm mich hoch.
,,Mein Held!”, sagte ich und küsste ihn auf die Wange.
Er lächelte. Auf der Treppe kam uns Bill entgegen. Er lachte.
,,Hey Mimi! Hey Mimis Sklave!”, lachte er.
Tom lachte kurz auf. ,,Beweg mal deinen Arsch da weg ich muss unser Prinzesschen auf mein Zimmer bringen!”, grinste er.
,,Schon weg!”, sagte er und jumpte zur seite.
Oben schmiss er mich auf sein Bett und ließ sich neben mich fallen. Wir lagen beide auf dem Bauch und drehten dann die Köpfe zueinander. Er grinste. Jaaa, das liebte ich so an ihm. Diese unbeschwertheit, wenn ich mit Tom zusammen war, war einfach Wahnsinn. Mit keinem Jungen konnte ich so viel Spass haben, oder einfach nur scheisse baun wie mit ihm.
Er war nun mal mein bester Kumpel und das würde er fürimmer sein. Egal wie viele Leute einen Keil zwischen uns treiben wollten…
,,Biste eigentlich immer noch so kitzlig?”, fragte er frech.
,,Öhm… DENK NICHT MAL DRAN TOM!”
Doch schon zu spät. Tom hatte mich mit einem Kitzeranfall überfallen und nun lag ich kichernd auf dem Bett. Nach einigerzeit lag ich schnaufend auf dem Bett. Er lag über mir und stütze sich mit den Armen jeweils neben mir auf. Wir sahen uns tief in die Augen und…
Mein Handy klingelte. Tom lief sich neben mich fallen und ich ging etwas genervt ran.
,,Ja?”, meldete ich mich.
,,Hey schatz!” Es war Andi.
,,Naaa?”, fragte ich.
,,Was machst du?”, kam es von ihm.
,,Bin bei Tom…”, bekam er zur antwort.
,,Aaah, na dann will ich euch zwei mal nicht stören…”, er grinste.
Andi war mein Freund und Toms bester Kumpel. Das ich und Tom so dicke miteinander waren, damit hatte er nie ein Problem gehabt…
Schließlich war ich mit Tom schon seit dem Kindergarten befreundet und mit Andi war ich erst knapp einerndhalb Jahre zusammen… Aber Mega Glücklich. Er war mein Traumtyp ich wollte nie jemand anderen… Auch wenn mir viele nachsagten, das ich etwas mit Tom hätte... Absoluter Schwachsinn!
,,Aber, hast du morgen abend schon was vor?”, fragte er.
,,Für dich doch immer!”,grinste ich.
,,Ich hol dich um 8 ab, Kino?”
,,Japs…”
Wir legten auf und ich lies mich wieder neben Tom fallen.
,,Und wer wars?”, fragte er und spielte mit seinen Dreaths rum.
,,Andi…”
,,Achso…”
Er guckte mich an. ,,DVD gucken?”, fragte er.
,,Klar doch…”, grinste ich.
Er grinste und ging zu seinem DvD Schrank.
,,Welchen Film?”, fragte er und kramte herum.
,,Scary Movie…”, sagte ich.
Er kramte den Film hervor, legte ihn ein und hockte sich wieder neben mich aufs Bett. Ich kuschelte mich an ihn und er legte den Arm um mich.
Wir schauten den Film und hatten echt voll Spaß. Als der Film aus war, streckte ich mich.
,,Hab kein Bock heim zu gehen…”, murmelte ich und kuschelte mich wieder an mein Tomschen heran.
,,Kannst hier schlafen wenn du willst…”, grinste der.
Ich war einverstanden. Es war ja schließlich nicht das erste mal, das ich das tat. Er ging an den schrank.
,,Reicht n T-Shirt?”, fragte er und suchte herum.
Ich nickte, dann warf er mir eins seiner übergroßen shirts rüber.
Ich zog mich um. Er schmiss nur seine hose und sein shirt in die ecke und schmiss sich selbst dann ins Bett.
Ich hatte kein Problem damit mich vor ihm auszuziehen, auch diesmal nicht…
Er beobachtete mich, das merkte mich, aber es machte mir nichts aus.
Als ich fertig war, kuschelte ich mich wieder zu ihm. Er deckte mich zu. Ich schlief wie immer an der Wand.
,,Du Tomshen?”, sagte ish und guckte ihn an.
Ich legte mich auf seinen Bauch und er strich mir durchs haar. Wir sahen uns wieder in die Augen.
,,Was denn Mimi?”, flüsterte er.
,,Hab dich Lieb mein Kleener…”, grinste ich.
Er lächelte. Ich liebte es wenn er lächelte. Er war so schön warm und kuschelig, das liebte ich so… Alles liebte ich an ihm…
,,Ich dich auch…”, hauchte er und küsste mich auf die Stirn.
Seine warmen Lippen fühlten sich gut an und ich lächelte. Ich kuschelte mich ganz an ihn ran und schlang die arme um ihn. Er grinste. Ich mochte seinen Geruch… Er kraulte mir wieder durch den Kopf und ich schlief ganz friedlich ein.
Mitten in der Nacht wurde ich von etwas geweckt. Ich spürte etwas auf meinen Lippen. Ich wollte wissen was es war, aber das gefühl war zu schön… Schließlich machte ich die Augen auf und sah Tom über mir…
Küsste er mich gerade? Als er checkte, das ich wach war fuhr er erschrocken zurück…
,,Tom?”, flüsterte ich.
Er tat als würde er schlafen.
,,Tom??”, wiederholte ich mich.
Er grummelte nur.
,,Süßer was war das?”, fragte ich wieder.
Er hatte sich von mir weg gedreht und sah zu der anderen seite. Heilige scheisse, was sollte das? Wieso hatte er das getan…?
Ich nahm ihn von hinten in den arm.
,,Tom?”, flüsterte ich wieder.
Er sagte nichts. Hmm, vielleicht brachte es heute nichts mehr ihn zu fragen. Ich ließ mich los und drehte ihm den Rücken zu. Was sollte das gerade?  Wieso hatte er das gemacht…?

Am nächsten Morgen, als ich aufwachte, lag Tom nicht mehr neben mir. Was war gestern nur in ihn gefahren?, fragte ich mich und hoffte inständig, das ich das nur geträumt hatte…
Ich stand auf, zog mir ne hose an und ging runter. Bill saß am Frühstücks tisch.
,,Wo ist Tom?”, fragte ich gerade heraus und setzte mich mit zu ihm.
Er guckte mich an. ,,Kein Plan, der is vor ner halben stunde an mir vorbei gerauscht…”
Er löffelte in seinen Cornflakes herum, war komplett ungestylt und ungeschminkt. So sahn sich Tom und er richtig ähnlich. Obwohl Bill eine gewisse Ähnlichkeit mit einem kleinen Äffchen hatte…
,,Willst du auch was?”, fragte er.
Ich nickte und er kippte mir Flakes und Milch in eine Schüssel.
,,Is irgendwas vorgefallen?”, fragte er dann.
Ich aß stumm vor mich hin. War das heute Nacht jetzt ein Traum gewesen?
,,Keine Ahnung…”, nuschelte ich.
Als ich fertig war, ging ich wieder hoch und zog mich um. Dann ließ ich mich noch mal aufs bett fallen… Wieso hatte Tom mich geküsst? Ich mein es war ja nicht wie sonst immer, sondern direkt auf den Mund… 

Am Abend machte ich mich zum Date mit Andi fertig. Kurz vor 7 stand er vor meiner Tür.
,,Hey Schatz!”, sagte er und begrüßte mich mit einem Kuss.
,,Gehen wir?”, fragte er.
Ich nickte und setzte mich hinten auf seinen Roller. Wir fuhren nah Magdeburg ins Kino. Im Kino wars voll schön, auch wenn ich mich nicht sonderlich auf den Film konzentriern konnte… Wir knutschen eigentlich die ganze zeit…
Nach dem Kino fuhren wir zu mir. Er ging mit hoch in mein Zimmer und haute sich da ins Bett. Ich legte mich neben ihn und eine Weile lagen wir einfach nur aneinander gekuschelt da. Schließlich fing er an mich zu küssen.
Ich liebte die art und weisse die er mich küsste, seine warmen hände über meinen Körper gleiten ließ und die art wie er mich fühlen ließ.
,,Ich liebe dich…”, hauchte er und ließ von mir ab.
,,Ich dich auch…”, erwiderte ich und er ließ seine Hände unter mein Shirt fahren.
Er zog es mir auf und küsste mich überall, mittlerweile war ich so benebelt das ich gar nicht mehr wusste wo überall…
Ich küsste seinen Oberkörper und ließ mich einfach nur fallen…
Wenig später lag ich verschwitzt in seinen Armen…
,,Du bist der Burner Baby…”, keuchte er, was aus seinem Mund ein Mega Kompliment war…
Zufrieden und glücklich schlief ich in seinen Armen ein…

Am nächsten Morgen wachte ich wieder durch einen Kuss wach. Aber diesmal war es Andi der mich aus meinen Träumen wach küsste…
,,Süße ich muss los…”, sagte er und sah mich mit einem Traurigen blick an.
,,Passt schon…”, grinste ich und küsste ihn noch mal… dann ging er.
Und da lag ich nun, und zum ersten mal nach gestern abend kam mir Tom wieder in den Sinn. Als ich auf die Uhr sah, merkte ich, das es schon 11 Uhr war.
Ich griff zum Handy und rief ihn an. Ich war froh, als ich seine Stimme am anderen Ende der Leitung hörte.
,,Hey Süßer hier is Mimi…”, meldete ich mich.
,,Oh… hi!”, stotterte er.
,,Hast du Zeit?”, fragte ich.
Er schnaufte. ,,Klar…”
,,Kay, kommst du rüber?”, fragte ich.
,,Nee, ich bin grad im Proberaum… Kommst du her?”, fragte er.
Hmm, eigentlich hatte ich keinen Bock den ganzen Weg nach Magdeburg zu fahren aber naja….
,,Klar…”, lächelte ich.
,,Klasse, ich warte da!”, grinste er.
Ich machte mich also auf den Weg nach MD…

Eine halbe stunde später stand ich vorm Proberaum und klopfte an. Ein halbherzig grinsender Tom machte die Tür auf.
,,Komm rein…”, begrüßte er mich.
Ich ging rein und sah das übliche Chaos.
Tom hockte sich auf die Couch und spielte an seiner Gitarre herum. Ich setzte mich auf den Sessel gegenüber von ihm.
,,Was war das gestern Nacht?”, fragte ich.
Er sah erschrocken aus. Und sah mir direkt in die Augen.
,,Ähm…”, stotterte ich.
Ich sah ihn ermunternd auf. Ich musste endlich wissen was los war…
,,Also… können wir das nicht einfach vergessen…?”, fragte er hoffnungsvoll.
Ich sah ihn an. Ich sah eine gewisse Verzweiflung in ihren augen und ließ  gut sein.
Ich lächelte. ,,Passt schon…”, sagte ich und gab ihm einen Kuss auf die Stirn.
,,Und was gibt’s neues?”, fragte ich.
,,Wir haben n neuen Song…”, grinste er.
Das war das richtige Thema…
,,Spiel mal vor!”, sagte ich begeistert.
Er griff zur Gitarre und drehte den Verstärker voll auf. Was dann kam war ein Mega geiles Gitarren solo.
Als er fertig war, klatsche und kreischte ich, dann fiel ich ihm um den Hals. Was dann wieder kam, war sein breites Tom Grinsen.
,,Mir is Heiss… Gehen wir eis essen?”, fragte ich.
Er nickte und wir machten uns auf den Weg ins Frog. Wenig später saßen wir mit einem Eis in der Hand an einem Tisch vor dem Cafe.
,,Also und dann BANG waren wir an den scheiss Baum gecrasht!”, lachte er.
Ich hielt mir den Bauch.
,,Du bist so ein Depp Baby…”, lachte ich.
,,Ähm, süße du hast da was!”, meinte er und zeigte auf meine Backe.
Ich wischte herum. ,,Hö?”
,,Och, du machtes doch nur noch schlimmer! Das du auch immer mit dem ganzen gesicht essen musst!”, grinste er.
,,Laber nicht, machs Weeeeg!”, kreischte ich.
Er kam mir näher und nahm die Stelle ins visier. Dann sah er mir in die Augen. Eine Elektrizität lag in der Luft… Und dann küsste er es weg, sah mich wieder an und küsste mich, diesmal direkt auf den Mund.
Seine weichen Lippen berührten meine und langsam bahnte sich seine Zungen ihren weg in meinen Mund… Aufeinmal schaltete sich mein Gehirn wieder ein. Hey stopp! Das is dein bester Kumpel und verdammte scheisse du hast nen Freund! Ich drückte ihn von mir weg.
Er lies sich zurück in den Stuhl fallen und nuschelte ein ,,’tschuldigung…”
Scheisse… Was ging nur mit ihm? Oder auch mit mir…
Ich sah ihn an doch er miet meine Blick. Plötzlich merkte ich wie ich von hinten umarmt wurde.
,,Na schatz?” Es war Andi.
Hoffentlich hatte der nichts davon gesehn… Er gab mir einen Kuss auf die Wange und hockte sich neben mich.
,,Na was geht alta?”, begrüste er Tom und klatschte mit ihm ein.
Tom wurde immer angespannter, das spürte ich. Andi machte es nicht gerade besser, als er auch noch provokativ den Arm um mich legte. Ich fühlte mich gerade so was von unwohl…
,,ähm… Leute ich piss mich…”, murmelte Tom und stand auf.
Andi sah ihn komisch an. ,,Okay…”
Er nickte uns beiden noch mal zu und schwang sich dann auf sein BMX mit dem er dann Richtung Bushaltestelle fuhr.
,,Was hat der denn heute?”, grummelte Andi und bestellete sich ne Coke.
,,Kein Plan…”, log ich.
Amliebsten hätte ich mich von Andi losgerissen und wär ihm nachgerannt…. Aber ich blieb sitzen, neben meinem Freund… Ja neben meinem Freund, wenn ich nur an den Dachte wurde mir schon komisch… Und er saß neben mir und wusste nicht welche Spannung, elekrezität und welch Moment gerade zwischen mir und Tom war…
,,Hey Schatz was los mit dir, du bist so ruhig…”, fragte Andi und sah mich besorgt an.
,,Alles okay, schatz…”, sagte ich und versuchte zu lächeln.
Er küsste mich auf den Mund.
,,Gehen wir zu mir?”, fragte er.
Ich nickte, er zahlte und wir liefen zu ihm. Er wohnte nur ein paar Straßen weiter…
Bei ihm dann legten wir uns aufs Bett. Das mit Tom war nichts…, Redete ich mir ein.
Andi küsste mich und schon bald hatte er mich wieder verzaubert. Sein forsches rangehn, wenn er war wollte, erstaunte mich immer wieder… Nichtmal 5 Minuten nachdem wir bei ihm im Zimmer waren, lag ich schon fast nackt unter ihm.
,,Ich liebe dich…”, hauchte er und küsste mich.
Es war der Wahnsinn ihn zu küssen, doch irgendwie tat er es anders als Tom… Forscher, nicht so unsicher…
Heilige Scheisse wieso dachte ich jetzt an Tom? Da lag ich unter meinem Freund und dachte an ihn…
Hirn Schalt dich jetzt mal kurz aus…, dachte ich. Ich sah in Andis gesicht. Ja, er war das was ich wollte, der den ich liebte, da gabs keine Zweifel….
Wenig später ließ ich mich entspannt ins Kissen sinken. Ja ich liebte ihn. Überalles. Das tat ich seit er damals an mich rangerempelt war, und sich so zuckersüß entschuldigt hatte… Ich liebte ich mit jeder Faser meines Körpers, und würde alles für ihn tun…
Er nahm mich in den Arm und lächelte mich an.
,,Ich liebe dich…”, flüsterte er.
Ich erwiderte es mit einem Kuss. Körperlich war ich bei ihm, aber mit dem geiste bei Tom. Irgendwie hatte er mich verzaubert auch wenn ich es nich wahr haben wollte, aber er hatte es getan… Und wie er es getan hatte…
Ich kannte ihn doch schon so lange, das konnte doch nicht…
Ich sah zu Andi herüber, wie er Da lag und die Wand ansah und kein Plan hatte, was gerade in mir vorging…
Schließlich stand ich auf und zog mich an.
,,Wo willst du hin?”, fragte er und zog an seiner Zigarette.
Ich hasste es wenn er im Zimmer rauchte, aber er tat es eben immer…
,,Heim, morgen is schule…”, murmelte ich.
Er grinste. Als ich mich fertig angezogen hatte, beugte ich mich noch mal kurz zu Andi und küsste ihn.
,,Bis dann…”, murmelte ich und ging raus.
Ich lief zur Bushaltestelle, und hockte mich dann da auf die Bank. Ich hatte kein Plan, wann der nächste Bus kommen würde, aber das war mir egal.
In meinem Kopf schwirrten 1000 gedanken um diesen Moment, diesen Kuss…
Ich kannte ihn doch jetzt schon so lange, und nie war da was gewesen… Und jetzt…?
Ich wusste nicht ob ich mit ihm hätte reden sollen oder whatever… Mein Kopf drohte zu platzen… Alles überschlug sich. Ich wusste nicht wie viel zeit vergangen war, als ich den Bus anrollen hörte…
Stumm stieg ich ein und setzte mich ganz hinten auf die Rückbank. Ich sah auf meinen Schoss, als ich lötzlich aufschreckte.
,,Hey Mimi!” Es war Georg der grinsend neben mir stand.
,,Hey…”, sagte ich und lächelte gequält.
Er hockte sich neben mich.
,,Was los?”, fragte er und musterte mich.
,,Passt schon…”, murmelte ich.
Georg kannte ich mittlerweile auch schon 3 Jahre, und war ziemlich gut mit ihm befreundet.
,,Lüg nicht, sag mir was los is…”, sagte er und hebte meinen Kopf hoch.
Ich sah ihn aus Hundeaugen an. Er lächelte und nahm mich in dem Arm.
,,Liebeskummer?”, fragte er.
Ich nickte. Er sah mich mitleidig an. Ich wusste genau das er Andi nicht wirklich abkonnte, aber aus Freundlichkeit mir und den Twins gegenüber keinen Streit mit ihm anfing und freundlich blieb.
,,Willste drüber reden?”, fragte er.
Ich schüttelte den Kopf. ,,Nee…”
Der Bus hielt. ,,Ich muss raus. Wenn du’s dir doch noch anders überlegst, ruf mich an…”, sagte er.
Ich lächelte und umarmte ihn noch mal, dann stieg er aus.
Georg wollte ich echt nicht unbedingt sagen was los war. Ja, ich vertraute ihm und mochte ihn auch echt, aber das, musste er nicht unbedingt wissen…
Eine Viertel Stunde später lag ich in meinem Bett und starrte die Wand an. Aus den Boxen dröhnte My Chemikal Romance und ich schaltete komplett ab… Morgen würde ich ihn wiedersehn… und mit ihm reden?

Am nächsten Morgen lief ich immer noch in Gedanken in die Schule. Tom hatte ich im Bus nicht gesehn, was wohl daran lag, das ich mit mühe und Not gerade noch den zweiten bus schafftem, da ich verschlafen hatte…
Im Klassenzimmer sah ich Tom schon am Tisch sitzen. Ich saß neben ihm…
Ich lief langsam zu meinem Tisch, als ich mich hinsetzte, schrak Tom auf.
Er sah mich an und seinen Blick konnte ich nicht deuten.
Ich hockte mich stumm neben ihn und sagte nichts. Garnichts. Mir schien es aus einem unergründlichem Grund richtig nichts zu sagen…
Er unterhielt sich mit Tobi, der neben ihm saß ich guckte auf mein Heft. Normalerweisse laberten wir immer die ganze stunde über, diesmal schwiegen wir uns an… 
Ich beobachtete ihn und sah wie er ab und zu zu mir herüber sah, doch sobald er checkte, das ich es merkte, drehte er seinen Kopf ganz schnell wieder der Lehrerin zu. So ging es den ganzen Schultag über… Auch im Bus, kein Wort…
Auf dem Weg nachhause wurde es mir dann zu dumm. Er lief vor mir langsam vor mir.
,,Tom?”, fragte ich halblaut.
Er ignorierte es.
,,Tom!”, sagte ich noch mal, diesmal energischer.
Er drehte sich um und sah mich an.
,,Was?”, fragte er.
,,Wir müssen reden…”, murmelte ich und holte ihn ein, sodass ich jetzt neben ihm lief.
Er schnaufte. ,,Hmmm…”
,,Das gestern war falsch…”, murmelte ich.
Er nickte. ,,Ganz falsch…”
,,Ein versehn…?”
,,Yo…”
Ich nickte. Es hatte ihm also auch nichts bedeutet, wahrscheinlich hatte ich mir einen viel zu großen kopf darum gemacht…
,,Vergessen wirs…”, sagte ich und sah ihn an.
Er guckte steif auf den Boden. ,,Besser so…”
,,Na dann…”
Wir standen vor meinem Haus. Er lächelte.
,,Bye…”, murmelte ich und umarmte ihn.
Dann ging ich rein ohne noch einmal zurückzusehen… Hatte es ihm wirklich nichts bedeutet? Und wieso hatte er dann erst so nen Trouble drum gemacht…?
Den ganzen Tag sinierte ich noch darüber, aber schlau wurde ich trotzdem nicht daraus… Das mich ein einziger Kuss so aus der Bahn riss….
Ich guckte auf mein Regal wo ein Bild von mir und Tom stand. Jaja, wir zwei Arm in Arm… als Freunde…

Die nächsten Tage liefen einigermaßen normal ab, aber dieser Gefühl im Bauch konnte ich nicht abschütteln. Auch nicht, als ich mal wieder bei ihm war. Wir saßen bei ihm und zockten Playsi.
,,YEAH! Gewonnen!”, schrie ich und lies mich nachinten fallen.
,,Pah!”, machte er und lies sich auch fallen. Ich drehte den Kopf zu ihm.
,,Ich bin besser als du!”, feixte ich,
,,Das wollen wir ja mal sehn…”, grinste er und fing an mich durchzukitzeln.,
Ich schrie vor lachen.
Schließlich lag ich auf ihm und wir sahen uns wieder an. Es knisterte und ich beugte mich runter und…
Ja ich tat es schon wieder. Ich wusste selber nicht wieso, aber der Augenblick und alles ich konnte nicht anders. Anscheinend hatte er auch nichts dagegen einzuwenden, denn er erwiderte den Kuss und wie… Langsam bahnte sich seine Zunge den weg in meinem Mund und sie umspielten sich leidenschaftlich… Ich vergaß alles um mich herum und lies einfach geschehn, den Kuss, der mich so benebelte, wie es noch nie einer getan hatte…
Ich wusste nicht wie viel Zeit vergangen war, als wir uns in die Augen sahen.
,,Es ist falsch…”, murmelte er.
,,Is mir egal…”, sagte ich und küsste ihn wieder.
Wir wälzten uns auf dem Bett hin und her und wenn Andi nur die geringste Ahnung davon gehabt hätte, er hätte Tom umgebracht und mich dazu.
Doch dann liesen wir doch wieder voneinander ab. Ich stand auf und er ebenfalls, küsste ihn noch mal direkt auf den Mund und ging dann.
Einfach so, ohne ein weiteres wort verließ ich den Raum, das Haus und ging wieder zu mir…
Warum hatte ich das nur getan?

Am nächsten Tag in der Schule, ignorierten wir die Sache gestern gekonnt. Taten einfach so, als wäre nie etwas geschehn… Das sich meine Gedanken jedoch weiterhin nur darum drehten, verschwieg ich ihm…
In der Pause standen wir wie immer mit Bill, Andi und ein paar anderen herum. Andi hatte mich im Arm und irgendwie hatte ich das Gefühl das Tom uns beobachtete. Doch sobald Andi mich küsste, drehte er seinen Kopf wieder weg. Was war nur los mit ihm…?
Okay, mir gings auch nicht viel besser wenn ich ehrlich war. Ich mein, ich liebe Andi aber trotzdem… Tom verwirrte mich, und wie. Aber verlieben in ihn? Nee, ich wusste ja was er für ein Arschloch sein konnte und wie er die Mädchen reihenweise verarschte… Sollte ich sein nächstes Opfer sein?
Ich war heilfroh als es klingelte und ich mich dadurch endlich aus Andis armen befreien mit Tom die Stufen zu unsrem Klassenzimmer hochgehn konnte. Er lächelte verhalten und zog seine Cap weiter ins Gesicht. Er war echt anders als sonst…
Den ganzen unterricht benahmen wir uns eigentlich wie immer, eigentlich. Die Spannung die zwischen uns herrschte war nicht zu leugnen…

Am Nachmittag war ich wieder bei ihm. Besser bei Bill der n echtes Französisch Genie war und versuchte es mir irgendwie zu erlären…
,,Okay, declinier mir mal Povouir…”, sagte er.
,,Je Peux, Tu Püt (Kommi von der Autorin xD: also so wird’s ausgesprochen hab kein plan wies geschrieben wird)…”, murmelte ich.
,,Tu Püt? Danke das du mich als schlampe bezeichnest…”, meinte er.
,,Ups, sorry Billshen..”, lächelte ich.
,,Passt schon…”, er musterte ich. ,,Sag mal, was is eigentlich mit dir los?”
,,Was?” Konnte der Typ gedankenlesen?
,,Na komm Mimi ich merk doch das bei dir was nicht stimmt…”, meinte er.
,,Nee… Alles in Ordnung…”, log ich.
Er guckte mich noch mal schief an.
,,Tom is auch so komisch in letzter zeit… Hmmz…”, murmelte er und blätterte in seinem Buch.
,,Tja, ich hab keine Ahnung was los is…”, meinte ich und konzentrierte mich etwas zu aufmerksam auf meine Aufgaben.
Aufeinmal platzte Tom ins Zimmer. Nur in Boxershorts…
,,Bill! Wo ist meine… Mimi was machst du hier?”, fragte er ganz überrascht.
Ich wars mindestens genauso und guckte ihn nur groß an.
,,Französisch lernen…”, beantworte Bill die Frage für mich.
Tom nickte. ,,Wo hast du den Basketball hingepackt?”, fragte er.
,,Muss im Keller liegen…”
,,Kay… Also dann Ciao…” Und damit verließ er das Zimmer.
Musste er jetzt schon wieder auftauchen? Das dieser Typ einen aber auch so aus der Fassung bringen konnte…
Nachdem ich das letzte mal wie ich bei ihm war, aus Hektik meine Tasche bei ihm liegen lassen hab, beschloss ich, sie noch schnell zu holen. Inständig hoffend, Tom wäre beim Basketball spielen, ging ich in sein Zimmer.
Aber nach Murpheys gesetz war das Glück natürlich nicht auf meiner Seite. Tom lag auf dem Bett und spielte an seinem Lap rum. Als er mich sah, schreckte er auf.
,,Ich dachte du wärst beim Basketball spielen?”, fragte ich.
,,Hab den ball nich’ gefunden…”, murmelte er.
,,Ahja… Ähm, wollte auch nur schnell meine Tasche holen.”
,,Aso, jo ähm da hinten liegt sie…”
,,Hmm…” Ich ging hin und holte sie. Tom beobachtete mich.
,,Und wie läufts so mit Andi?”
Was sollte die Frage denn jetzt?
,,Ähm, ja ganz okay…”, murmelte ich.
Er lächelte. Wusste er das nicht? Oder hatte ihm der Kuss, besser die beiden Küsse auch was bedeutet?
Ich holte meine Tasche und stand schon an der Tür. Toms Bett stand direkt daneben, er hatte sich aufgesetzt und sah mich jetzt mit einem unergründlichem Blick an.
Und dann überkam es mich wieder. Eigentlich wollte ich ihn nur umarmen aber… Wir sahen uns in die Augen und taten es schon wieder, ja, es ist war, wir küssten uns… Und wie… Ich konnte einfach nicht anders. Sein Geruch, seine Art, alles verzauberte mich an ihm und ich tat es…
Wir lagen auf dem Bett, er auf mir als auf einmal die Tür aufrissen wurde und Bill im raum stand.
Tom schreckte auf. ,,Bill!”, schrie er.
Bill schüttelte nur den Kopf. ,,Tom! Mimi! Was, was…”
Er stockte. Für ihn war es anscheinend der Pure schock, was ich in einer gewissen art und weisse ja auch verstehn konnte…
Ich rappelte mich hoch. ,,Is nich so, wies aussieht…”, blubberte ich, doch ich wusste, das er genau das richtige dachte.
Ich küsste meinen Besten Kumpel und meines Freundes besten Kumpels…
Bill schüttelte nur den Kopf, dann machte er auf dem Absatz kert und huschte aus dem Zimmer. Tom und ich saßen an der Bett kante und sahen den Boden an.
,,Meinst du, er sagt Andi was?”, fragte ich unsicher.
Er biss sich auf die Lippe. ,,Keine Ahnung…”
Ich stand kurz vor einem Heulkrampf.
,,Es ist besser wenn du gehst…”, murmelte Tom und sah mich an.
Ich nickte, packte meine Sache zusammen und rauschte aus dem Haus.
Was hatte ich nur wieder getan…?

Bill warf mir am nächsten Tag nur strafende Blicke zu. Er hatte Andi nichts gesagt, und dafür war ich ihm überalles dankbar war. Tom und ich ignorierten uns an diesem Schultag. Zu groß war von uns beiden die Schuldgefühle, Andi gegenüber der überhaupt nichts checkte…

Am nächsten Wochenende war Andis Geburtstags Party. Mir war überhaupt nicht nach feiern zu mute, aber was sollte ich tun? Natürlich war Tom auch da, doch wir gingen uns zum größten Teil aus dem Weg.
Mir ging es nur beschissen und so betrank ich mich. Am ende hatte ich sowieso kein Plan von nichts mehr… Ich lief torkelnd durch die gegend, als ich gegen irgendwas knallte. Tom kam herbei geeilt und half mir auf die beine. Völlig verplant klammerte ich mich an ihn.
,,Scheisse, du blutest ja…”, murmelte er und schleppte mich in die Küche.
Ich war so zu, benebelt vom alk das ich eh nur die Hälfte mitbekam.
Er legte mir einen Kühlen Beutel auf den Kopf und band ihn schließlich ein.
,,Bring sie hoch in Andis zimmer das sie sich ausruhe kann!”, hörte ich jemanden sagen.
Und schon merkte ich wie ich gepackt und hochgetragen wurde.
,,Tom?”, flüsterte ich und sah ihn an.
,,Alles is gut…”, murmelte er und legte mich aufs Bett.
Andis zimmer war ganz oben unterm Dach, weit weg von der Party und dem ganzen lärm.
Ich hielt mir den Kopf. ,,Was is passiert?”
,,Bist gegen die Vase gekracht…”, murmelte er und strich mir über den Arm.
,,Oh fuck…”, murmelte ich.
Ich sah wie er lächelte und mir durchs Haar strich.
,,Meine Kleine Chaotin…”, flüsterte er dabei.
Ich lächelte. Mein Held…
Er beugte sich zu mir herunter und küsste mich auf die Stirn, auf die Nase und schließlich auf den Mund.
Wir küssten uns wieder und wieder und umso länger und öfter wir es taten, umso mehr schaltete mein Gehirn ab. Schließlich stand Tom auf und sperrte ab. Dann legte er sich auf mich und unsere Küsse wurden immer intensiver. Schließlich schob er mein Shirt hoch und küsste mein Dekoltee…. Ich ließ es geschehn, weil ich es wollte und weil ich in diesem Moment eh nicht mehr klar denken konnte.
Und schließlich machte er meine Hose auf. Etwas unsicher sah er noch mal nach oben doch ich nickte nur. Und so schliefen wir miteinander. Ich wusste nicht wieso aber irgendwie war es mein schönstes mal, das ich es überhaupt tat.
Am nächsten Morgen wurde ich durch die Sonnenstrahlen wach. Mein Kopf dröhnte und ich hatte fast keine Erinnerung mehr an gestern. Als ich neben mich sah, sah ich Tom. Schlafend. Richtig süß sah er aus.
Doch als ich mich im Zimmer umsah wurde mir schlagartig bewusst, das ich mich immer noch bei Andi befand. Ich hatte ihn mit seinem besten Kumpel in seinem eigenen Bett betrogen. Ich fühlte mich falsch, und überhaupt nicht mehr wohl in meiner Haut.
,,Tom wach auf!”, sagte ich und rüttelte an ihm.
Er grummelte. ,,Was los?”
,,Wach auf verdammte scheisse, wir sind immer noch bei Andi!”
Er schreckte hoch und sah mich an. ,,War das gestern nur ein Traum?”
Ich schüttelte den Kopf und wünschte inständig das es nur einer gewesen war.
,,Oh scheisse…”, murmelte er und zog sich an.
Ich streifte mir ebenfalls die Klamotten über, dann gingen wir runter. Was uns dort erwartete, war das totale Chaos. Andi sah ich schlafend auf der Couch liegen, ein paar andere lagen im raum verteilt.
,,Gehen wir lieber…”, murmelte ich und zog ihn mit mir raus.
Schweigend liefen wir zur Bushaltestelle.
,,Wir hätten es nicht machen dürfen…”, sagte ich und sah angestrengt auf den Boden.
,,Gut wars aber trotzdem…”
Hö? Ich hatte mich jetzt wohl verhört? Er sah mein geschocktes gesicht und nuschelte ein ,,’tschuldigung…”
Fuck ehy was hatte ich nur wieder angestellt. Als der Bus kam, gingen wir weiterhin schweigend rein und setzten uns auf die Rückbank. In Loitsche stiegen wir aus. Vor meinem Haus, sah mich Tom noch mal an.
,,Wollen wir Andi was sagen?”
Ich schüttelte den Kopf. Ich wusste nicht ob ich es ihm jemals sagen würde, aber für mich selbst musste ich das jetzt erstmal verarbeiten… allein!

Daheim legte ich mich auf mein Bett. Was war gestern nur losgewesen? Mein Kopf dröhnte und die einzige erinerung die ich noch hatte war, das das passiert ist, was niemals passiert hätte dürfen… Tom und ich hatten miteinander geschlafen… Er war immer nur mein Bester Kumpel gewesen, so oft hatte ich schon bei ihm übernachtet und nie war etwas gewesen und jetzt? Erst hatte ich ihn geküsst und jetzt hatte ich mit ihm geschlafen. Obwohl ich doch Andi liebte… Tat ich das überhaupt noch? Heilige scheisse, was lies mich jetzt schon wieder an meiner Liebe zu ihm zweifeln? Er war doch meine große liebe…
Aber wieso betrog ich ihn dann…?

Andi rief an. ,,Mimi?”
,,Hmm…”
,,Was war’n gestern abend los?”
Bei mir schrillten die Alarmglocken.
,,Wieso?”
,,Weil ich dich nicht mehr gesehn hab…”
,,Oh, ähm, ich bin gegen die eine Vase gekracht… Und dann hab ich geblutet und Tom hat mich hochgetragen, zum ausruhen..”
,,Den hab ich auch nicht mehr gesehn!”
,,Jo, war noch bei mir und hat auf mich aufgepasst…”
,,Achso! Na dann… Hab schon gedacht Tom schleppt wieder n Mädl ab…”.
Ich lächelte gequält. Wenn der wüsste wen er abgeschleppt hat…
,,Kay, wollte mich nur mal erkundigen wies dir geht, muss jetzt aufräumen sonst bekommen meine Ellis nen Kollaps… Ciao Süße!”
Und damit legte er auf. Rums. Toll, was war nur gestern in mich gefahren? Klar ich könnte es auf den Alk schieben, aber es war Tom. Anyway, ferien standen vor der Tür, das hieß ich würde ihn die nächsten zwei wochen nicht zwingend sehn müssen. Und das hieß auch das ich mir endlich mal über meine Gefühle im klaren werden konnte.
Und so griff ich zu meinem Handy.

Hey Tom,
Is wohl besser wenn wir uns
Jetzt erstmal nicht sehn. Bis
Nach den Ferien!
Hdl Mimi

So und damit sollte ich vielleicht jetzt erstmal ruhe haben. Aber, was wollte ich jetzt eigentlich? Andi oder Tom? Ich liebe doch Andi, denke ich wenigstens… Es war Zeit einiges wieder gut zu machen bei ihm. Und so griff ich erneut zum Handy.

Hey Schatz,
Meine Eltern sind übers WE net da.
Kommst du mich besuchen?
Ich hab ne Überraschung für dich
Ly, Mimi

Zweite SMS. Wenn ich wissen wollte, was ich wollte, musste ich einfach wieder das richtige wollen. Und das richtige war Andi. Ich gebe zu, meine Logick in diesem Satz hab ich selber nicht verstanden, aber es schien mir irgendwie einleuchtend.
Ich Liebte Andi. Aus. Punkt. Fertig. Und Tom war nur mein bester Kumpel den ich keinesfalls wegen so was verlieren wollte. Punkt. Mimi, denk wieder klar, du bist 15 Mädl, langsam solltest du mal wissen was du willst. Und ich wollte Andi. Da war mein kribbeln her, ihm gehörte mein Herz voll und ganz. Und Tom, er war, er war nur, ja was war er denn?
Heilige Scheisse, wieso hatte er mich auch geküsst und wieso verdammt hatte ich es zugelassen?
Fragen über Fragen. Mit irgendjemanden musste ich drüber reden. Und da lobte es sich doch, wenn man in der selben Clique wie sein Freund und sein Bester Kumpel ist, die eigentlich auch nur aus Jungs besteht und Männer halten ja bekanntlich zusammen… Wunderbar. Ich musste das wohl mit mir allein ausmachen…

Am nächsten Wochenende, mittlerweile war eine Ferienwoche vergangen und ich fest der Überzeugung, das ich das hier brauchte um wieder Ani zu lieben, kam Andi zu mir. Wäre doch gelacht, wenn ich mein Hirn nicht auch wieder fest davon überzeugen konnte, das ich nur ihn liebte. Und zwar nur ihn. Meine große Liebe…
Ich hatte alles hübsch fein zurecht gemacht. Candle-Light-Dinner… Wenn das nicht gefiel wusste ich auch nicht mehr. Ich hatte alles abgedunkelt, die Kerzen brannten und die Spaghetti (das einzige was ich kochen konnte) standen schon fertig auf dem Tisch. Und schon klingelte es. Andi stand vor der Tür mit ner Rose in der Hand. Na wenn dieser Abend nicht Romantisch werden sollte…
Ihm schmeckte das Essen gut und ich war heilfroh das ich nicht den Krankenwagen wegen lebensmittelvergiftung holen musste…
Und schließlich begaben wir uns nach oben, und das was folgte war einfach wunderschön.
,,Ich liebe dich….”, flüsterte ich am schluss aus voller Überzeugung.
Das mit Tom war nichts, der der neben mir lag, ja das war meine Große Liebe und der einzige für mich… Der allereinzige…
Und so lagen wir noch glücklich nebeneinander und ich hätte jetzt zu gern geschrieben ,,…und wenn sie nicht gestorben sind…” aber, es war kein Märchen sondern mein Leben, also überraschte es mich nicht wirklich, als mein Handy vibrierte. Andi war längst eingeschlafen.

Hey süße,
Ich hab dich jetzt eine Woche lang
Nicht gesehn und mir is was klar ge-
Worden. Ich muss mit dir reden, jetzt!
Komm zur Bushaltestelle in 10 Minuten
Bin ich da und warte…
Bis dann, Tom

Ich wusste nicht wirklich was ich davon halten sollte wenn ich ehrlich war. Aber irgendwie war es mir ganz recht so. Dann konnte ich ihm endlich sagen, das ich nur Andi wollte, wahrscheinlich wollte er mir auch sagen, das er das ganze falsch fand und so…
Also stand ich auf und zog mich an, küsste Andi noch mal und ging dann. Die Nacht war ruhig und warm. Ich lief 5 Minuten zur Bushaltestelle, als ich da war, saß ich Tom schon darin sitzen.
,,Was los?”, fragte ich und hockte mich neben ihn.
,,Och also…”, fing er an doch ich lies ihn erst gar nicht ausreden.
,,Also Tom, ich liebe nur Andi und ich weiss genau wie du es kapiert hast, das es falsch war was wir gemacht haben und das wir es einfach vergessen sollten, und so weiter machen, wie vorher oder? Ich mein des is nur gut für unsre Freundschaft und für alle anderen ne?”
Ich hatte einfach drauflosgeredet und hörte erst auf, als alles gesagt war. Irgendwie hatte ich das Gefühl Das Tom kleiner geworden war. Er nickte nur stumm. ,,Is wohl besser so…”
,,Und was wolltest du mit mir bereden?”, fragte ich, stolz darauf das ich alles so gut geregelt hatte.
,,Ach nichts…”, murmelte er und stand auf.
Ich beugte mich vor und sah ihn an. ,,Rück raus, ich weiss das da noch was ist…”
,,Nein verdammt!” Er drehte sich um.
Was war denn nun schon wieder los?
,,Hey Tom, was gehtn?”, fragte ich.
,,Du checkst garnix oder?”, fragte er und ich sah das ihm die Trähnen in den Augen standen.
,,Was…?”
,,ICH LIEBE DICH VERDAMMTE SCHEISSE!”, schrie er mich an.
Rums. Das hatte gesessen. Aber das konnte er doch unmöglich ernst meinen?
,,Aber…”, fing ich an zu stottern und stand auf.
,,Ach vergisses…”, sagte er und ging weg.
Mit schnellem schritt ging ich ihm nach.
,,Tom, Bitte!”, flehte ich.
Er drehte sich um und blieb direkt vor mir stehn.  Er nahm meinen Kopf und küsste mich noch mal direkt auf die Lippen.
,,Geh und werde mit Andi glücklich…”, sagte er und ging.
Ich blieb stehn und sah ihm nach. Das konnte er doch jetzt wohl nicht ernst gemeint haben. Ich ging zurück und lies mich in der Bushaltestelle in die Kabine sinken.
Wieso musste er alles kaputt machen…?

Ich lief zurück nachhause. Zurück zu Andi. Ich hatte mich für ihn entschlossen, und so wie es mir vorkam, hatte ich Tom das Herz gebrochen. Ich legte mich zurück zu ihm ins Bett und in mir brach etwas. Irgendwie wusste ich, das das das ende von Tom und mir als Freunde war. Ich hatte ihm gesagt, das es ein Fehler war, obwohl es ihm sonst wie viel bedeutet hatte…
Mir liefen die Trähnen über die Wangen. Ich hatte meinen besten Kumpel verloren. Er war weg, weil, weil er mich liebte. Und weil ich seine Zeichen nicht bemerkt hatte… So oft hatten wir uns bei Liebeskummer gegenseitig getröstet. Jetzt schmerzte es in uns wegen dem jeweils anderen. Wenn ich nur wüsste was Tom jetzt machte…
Ich liebe dich verdammt, hatte er geschrieen. Er liebte mich. Ich fing jetzt wirklich das weinen an. Andi neben mir wachte auf.
,,Was los Schatz?”, fragte er und nahm mich in den Arm.
Ich schüttelte nur den Kopf. Er war der letzte, den ich sehn wollte.
Ich drehte ihm den Rücken zu und weinte weiter. Ich spürte wie er mir übers Haar strich.
Ich hatte ihn verloren. Ihn meinen besten Kumpel. Wegen, wegen mir. Weil alles war wie es war…

Am nächsten morgen schickte ich Andi früh nachhause. Das geplante frühstück im Bett lies ich ausfallen, ich hatte keinen Bock einen auf Happy zu machen.
Ich musste mit jemanden darüber reden. Irgendwer musste mir sagen, was ich machen sollte, mit meinem Hirn war eh nichts mehr anzufangen. Ich setzte mich auf mein Bett und nahm mein Handy in die Hand.
Bill. Nee, der würde gerade Tom trösten und mich wahrscheinlich hassen.
Georg. Nee, der hasste Andi und war n sau guter Kumpel von Tom.
Gustav. Ja Gustav! Der wusste immer was zu tun war, und konnte selbst in den verquertesten Situationen ruhig und gut denken. Ausserdem war er mein zweit bester Kumpel… Mein kummerkasten…
Ich wählte seine Nummer.
,,Ja?”, meldete er sich.
,,Hey Juschtel hier is Mimi…”
,,Hey! Was geht?”
,,Alles scheisse, muss mit dir reden!”, murmelte ich.
,,Is dafür nicht eigentlich Tom zuständig?”
Hmmz gute Idee. Ich sollte Tom anrufen und mich bei ihm ausheulen das ich nicht wusste, ob ich Andi liebte und was zur hölle in ihn gefahren war. Tolle Idee…
,,Nee…”, murmelte ich.
,,Hmmz… Na gut! Kommst du zu mir?”
Gute Idee. Eigentlich wollte ich ihn fragen, ob er zu mir kommt, aber mir wars irgendwie doch lieber, mal aus der Bude hier rauszukommen.
,,Yo… Bin in ner halben stunde da.”
,,Gut bis dann!”
Ich machte mich fertig und lief zur Bushaltestelle. Genau zu der Haltestelle, an der mir Tom gestern gesagt hatte, das er mich liebte.
Ich stieg in den Bus und fuhr zu Gustav. Als ich vor seiner Tür stand, machte er gleich auf.
,,komm wir gehen in mein zimmer….”, murmelte er.
Ich hockte mich da auf sein Bett und er sich neben mich.
,,Na und jetzt rück mal raus mit der Sprache. Was ist los?”
Und schon fing ich wieder das heulen an. Gustav nahm mich in den Arm und strich mir beruhigend über die Schulter.
,,Tom und Andi und…bbrrrrrh!”, sniffte ich.
,,Gaanz langsam!”, sagte er und guckte mich an.
Dann reichte er mir ein Taschentuch.
,,Tom liebt mich…”, murmelte ich.
Er sah mich schief an.
,,Wusst ichs doch…”, murmelte er.
,,Hä?”
,,Komm das hat doch jeder gemeckert. Sogar Georg, und der checkt sonst nie was. Wie der dich immer angeguckt hat und so…”
Ach du scheisse. Alle wussten es, nur… ich dumme Pute hatte es mal wieder nicht gecheckt. Ich sah ihn verheult an.
,,Na jetzt erzähl mir mal was alles passiert ist…”, sagte er und strich mir durchs Haar.
Und dann erzählte ich ihm alles. Vom ersten Kuss, den ich eigentlich nicht wirklich mitbekam, bis zu unserem ersten mal, bis, ja bis zu der Nacht und nebel Aktion diese Nacht.
Als ich fertig war, schnaufte Gustav erstmal tief durch.
,,Und du bist immer noch mit Andi zusammen?”, fragte er ruhig.
,,Hmmm…” Ich nickte.
,,Das was du jetzt tun musst, is dir darüber klar werden was du willst. Besser wen du willst…”
Das wusste ich selber. Aber genau das war ja mein Problem. Das ich nicht wusste, wen oder was ich wollte. War ich mir vor Toms Aktion nicht noch sicher in Andi meine große liebe gefunden zu haben?
,,Du redest dir einfach…”, grummelte ich über die Tatsache, das ich Gustav noch nie mit Liebeskummer erlebt hatte.
,,Hmm… Du musst dich entscheiden. Tom oder Andi. Ausserdem würd ich Andi die Wahrheit sagen…”
,,Meinste das is des richtige?”
Zuerstmal musste ich mich entscheiden. Wir laberten noch ewig, irgendwann schlief ich wohl in seinen Armen ein. Am nächsten Morgen wurde ich von den Sonnenstrahlen geweckt. Verschlafen rieb ich mir die Augen.
,,Ach auch schon wach?”, grinste Gustav und guckte herein.
,,Hmm…”, ich lächelte.
,,Na komm, ich hab frühstück gemacht.”, sagte er und ging zurück in die Küche.
Ich folgte ihm. Gustav war einfach perfekt. Zwar etwas spießig, aber einfach perfekt.
,,Und hast dus dir überlegt?”, fragte er als ich mir eine Semmel schmierte.
Ich nickte. Ich hatte mich für Andi entschieden. Tom war mein bester Kumpel, mit ihm eine Beziehung wäre undenkbar. Und Andi, nunja meine große Liebe.
,,Aber da gibt’s noch ein Problem…”, murmelte ich.
,,Rück raus”, meinte er und grinste.
,,Ich nehm Andi, aber… Wir brauchen was, das, das Tom seine Liebe von mir auf jemanden anderen lenkt! Weil sonst…, ich mein wenn er sich neu verliebt hat unsre Freundschaft vielleicht noch mal ne chanche…”
,,Ich verstehe… Und an wen hättest du da gedacht?”
Es gab nur ein Mädchen das mir einfiel, das voll auf Tom stand. Lisa aus Paralelklasse.
,,Lisa…”
Wer is’n des?”
Noch so eine Sache die ich bei meiner Planung nicht bedacht hatte. Tom hasste mich ja… Die Sache wäre viel einfacher gewesen, wenn ich schon vorher angfangen hätte ihn zu verkuppeln…
,,Ich glaub trotzdem kaum, das er noch mal mit mir redet, es sei denn, ich würde mit Andi schluss machen und zu ihm gehen…”
In dem Moment klingelte das Telefon. Gustav ging hin.
,,Schäfer?
Hi Bill,
Kein Plan wieso?
Ach du scheisse…
Ne Mimi is bei mir…
Ja gestern…
Hmmz…
Okay, bis dann,
Tschüss!”
Das war was ich vom Gespräch mitbekam.
,,Was los?”, fragte ich.
,,Anscheindend geht’s Tom noch beschissener als dir… Das war grad Bill.
,,Was is mit ihm?”, fragte ich.
,,Na was wohl? Liebeskummer… Also jedenfalls kommt Bill jetzt her.”
Ich stockte. Bill hier?
,,Dann sollt ich wohl lieber gehen…”, murmelte ich.
,,Nix da du bleibst da… Bill will auch wissen was los is…”
,,Dann sags du ihm doch! Weißt doch jede Einzelheit….”
,,Der wills von dir wissen, und du bleibts jetzt hier!”, beschloss er.
Nach dem Frühstück gesellte ich mich ins Wohnzimmer. Wenig später klingelte es an der Tür. Gustav ging hin und kurz darauf schlurfte er mit Bills als Anhang zurück. Sie hockten sich auf die Couch.
,,Naa…”, begrüßte mich Bill und lächelte.
Nanu? War er nicht sauer auf mich?
,,Du hasst mich nicht?”, fragte ich unsicher.
,,Wieso sollte ich denn?”, fragte er und legte den Kopf schief.
,,Erstens weil ich deinen besten Kumpel mit deinem Bruder betrogen hab und zweitens weil ich dem selbigen das Herz gebrochen hab…”, murmelte ich.
,,Ich liebe dich wenn dus schaffst das Tom wieder aus seinem Zimmer raus kommt. Nein aber jetzt mal echt, das is eure sache und wenn Tom schon die Freundschaft zu dir wegschmeisst, muss ich das ja nicht auch noch tun…”
Oh mein Billy ich könnte ihn abknutschen. Ich fiel ihm in die Arme und wir drückten uns. Er grinste.
,,Wie hasst du das jetzt eigentlich gemeint, das der nicht mehr aus seinem Zimmer rauskommt?”, fragte Gustav.
,,Hockt nur noch drinnen und dröhnt sich mit irgendwelchem Menschenunwürdigem Hip Hop zu… Als ich heut morgen nach ihm gucken wollte, hab ich nur ein zusammengekauertes elend in der ecke hocken sehn und das is bei dem Macho echt selten…”
,,Hmmz… aber…”
,,Sag mal für wen hast du dich jetzt eigentlich entschieden?”, fragte er.
Ich schluckte. ,,Andi…”
,,Wusst ichs doch… Und was willst mit Tom machen?”
,,Also da hatten wir uns schon was überlegt.”
,,Wir?”, protestierte Gustav.
,,Ja wir, also wir verkuppeln Tom. Wenn er meine Liebe von mir auf jemand anderen umlenkt, kann noch mal was aus unsrer Freundschaft werden…”
Bill nickte. ,,Und an wen hast du da gedacht?”
,,Lisa…”
,,Lisa?!”
,,Kann mir jetzt bitte mal jemand sagen wer diese Lisa is?!”
,,Die Lisa?!”
,,Ja die Lisa!”
,,Hmmz…”
,,Und was hällst du von der Idee?”
,,Eigentlich ganz gut… Wenn er wieder was zum ficken hat, is er bestimmt auch wieder besser drauf…”
Ich grinste. Bill war echt zum knuddeln.
Gustav saß in seinem Sessel.
,,Ich weiss das ich nur euer Depp bin, aber könntet ihr mir wenigstens sagenwer Lisa is?”
,,Lisa is die Tuss die Tom anhimmelt…”,murmelte ich.
,,Ahja, wieso himmelt jemand Tom an?”, fragte er.
Bill und ich guckten ihn musternd an.
,,Ich mein ja nur…”
,,Und wie wollen wir des jetzt anstellen?”, fragte ich.
,,Montag inner Schule… Laber sie an, vonwegen Tom willn date mit ihr und dann sag ich Tom irgendeinen willn date mit ihm und dann so ne art blind date…”, murmelte Bill.
,,Solange kann ich net warten verdammte scheisse…”, murmelte ich.
,,Zuerst mal würd ich mich mit Tom wirder vertragen…”, meinte Gustav und lies sich in den Sessel fallen.
,,Genau…”, meinte Bill und sah mich an.
,,Und wie?”
,,Geh zu ihm und red mit ihm!”
,,Na ganz toll! Der schaut mich doch nichtmal mit seinem Arsch an…”
,,Tom hat nen Arsch?”, kam es von Gustav.
Bill und ich sahen ihn wieder böse an.
,,Was? Ich hab da noch nie einen gesehn!”
,,Du guckst Tom aufn Arsch?”, fragte ich perplex.
,,Wie denn wenn er keinen hatt?”
,,Sag mal, wenn Tom kein Arsch hat, hab ich dann auchkeinen?”, fragte Bill.
,,Also…”
Gustav wurde in seinem Seesel immer kleiner.
,,Ich hab kein Arsch? Ich hab wohl nen Arsch soll ichs dir beweissen?” Nun war Bill sauer.
,,Nee lass mal…”, murmelte Gustav, ,,Ich kann dazu nichts sagen ich hab des von ähm… Georg! Ja genau von Georg der is unser Arsch Fetischist ich hab kein Plan von Ärschen…”
,,Tzzz…”, machte Bill, verschrenkte die Arme und lies sich nach hinten fallen.
,,Könnten wir bitte aufhören von Ärschen zu reden und uns Lieber mal auf das wesentliche Konzentrieren?”, fragte ich.
,,Und das wäre?”, fragte Bill schnippisch und machte nicht den eindruck, als würde er Georg beim nächsten Treffen keine reinhaun…
,,DEIN BRUDER VERDAMMT!”, meinte ich aufgebracht.
,,Ach so ja stimmt…”,meinte Bill und setzte sich wieder vor.
,,Wie soll ich mich bei dem Entschuldigen? Ich kann ja schlecht sagen, du Tom sorry das ich dir das herz gebrochen hab, aber ich lieb nun mal Andi…”
,,Nee…”, meinte Bill und grübelte vor sich hin.
,,Du, du musst… Also Bill, wenn du jetzt Tom wärst, was müsste Mimi Tun, das du nicht mehr sauer bist?”
Bill verzog das Gesicht, bei dem Gedanken daran, sein Bruder zu sein…
,,Sagen, das sie nur mich liebt…”, murmelte er.
Ich schüttelte den Kopf.
,,Genau das is ja das, was ich ihm klar machen muss, das es nicht so ist…”
,,Ja das weiss er doch…”, murmelte Bill.
Scheisse man, war der Typ so dumm oder tat er nur so?
,,BILL!”, kreischte ich und knuffte ihn in die Schulter.
Er grinste. ,,Du lässt dich so leicht reitzen…”
Ich kniff die Augen zusammen. ,,Du arschloch…”
,,Danke… Um beim Thema zu bleiben, also, du kommst später mit und dann gehen wir zu mir und dann redest du mit ihm…”
,,Keine gute Idee… Lasst ihn erstmal n paar Tage…”, murmelte Gustav.
,,Nix da ich muss des jetzt klärn…”, murmelte ich.
Ich sah auf die Uhr. Hmm 3 Uhr Nachmittags, wie die Zeit verging.
,,Also was is?”,fragte Bill, ,,Ich will nicht das mein Bruder n weinerliches sensibelchen ist, das ist mein Job. Ich bin der sensible Zwilling…”
,,Is ja gut!”, sagte ich und tätschelte ihm den Kopf.
,,Na worauf warten wir dann noch?”, fragte Bill und stand auf.
,,Gehen wir. Danke für alles Gustav!”, sagte ich, stand auf und drückte Gustav zum abschied noch mal.

Zusammen mit Bill lief ich zur Bushaltestelle, stieg in den Bus und fuhr nach Loitsche. Vor seinem Haus, blieb er noch mal kurz stehn und umarmte mich.
,,Du schaffst das schon!”, zwinkerte er mir zu.
Doch auf einmal ging die Tür auf und ein fröhlich pfeifender Tom trat heraus. Was ging denn jetzt ab?
,,Tom?”, fragte Bill verstört.
Als er mich sah, stockte er.
,,Hi…”, nuschelte er.
,,Na dir scheints ja wieder gut zu gehen… Wo willst denn hin?”, fragte Bill.
,,Och Basketballplatz. Muss doch die Sonne genießen wenn sie so schön scheint…”
,,Aber…”, stotterte ich.
,,Ach und Mimi. Is schon okay, das du bei Andi Bleibst, und ja wir bleiben beste freunde!”, sagte er, drückte mir nen Kuss auf die Wange und verschwand durchs Gartentor.
Bill sah auf die Uhr. ,,12 Stunden trauer, neuer Rekord…”
Was, was ging verdammte scheisse mit dem ab? Ich machte mir da die ganze Nacht lang sorgen und hecktePläne aus, wie man ihn wieder ermuntern konnte und dann so was… Bill war mindestens genauso geschockt.
,,Kommste noch mit zu mir ins Zimmer?”, fragte er und sah mich besorgt an.
Ich nickte nur verstört und lies mich von ihm ins haus begleiten. Oben in seinem Zimmer schmiss ich mich aufs Bett.
,,Was… WAS GEHT IN DEM KERL VOR?”, schrie ich ihn an.
,,Fahr mich nich so an, ich kann nichts für meinen Bruder…”, meinte der und schob eine Green Day Platte ein.
,,Ich mein, das kann er doch nicht bringen!”, sagte ich fassungslos und lies mich nach hinten fallen.
Bill flätschte sich neben mich.
,,Sag du mir was in ihm vorgeht!”, murmelte ich.
,,Bin ich Hellseher?”
,,Ne aber sein Zwillingsbruder!”
,,Des hat nichts zu heissen, der macht mir ja grad selber angst…”
Hmmz…
,,Und was ist jetzt mit dem Verkuppeln?”
,,Also, das machen wir…Wer weiss wie lange dem seine Laune so bleibt… Vielleicht hat er wieder zu viel shisha geraucht…”
So gegen 6 ging ich wieder zu mir heim. Ich hatte kein Plan was in Tom vorging,geschweigedenn in mir. Das einzige was ich wusste, war, das ich mich für Andi entschieden hatte, und es war die richtige Entscheidung gewesen…
Die ganzen Ferien über sah ich Tom nicht mehr, doch ich nahm mir fest vor, ihn danach zu verkuppeln.

,,Wut up Dude?”, fragte er grinsend als er in die Klasse kam und knuffte mich gegen die Schulter.
Was war bloß mit ihm Los. Ich lächelte nur etwas gequält.
In der Pause hatte ich mich mit Bill verabredet.
,,Na was geht?”, fragte er mich grinsend.
,,Frag nicht…”, murmelte ich und lehnte mich neben ihn an die Wand.
,,Also, wo ist Lisa denn nun?”, fragte er und suchte mit den Augen den Hof ab.
,,Da hinten…”, murmelte ich und zeigte auf ein Mädchen im Hellblauen Top.
,,Ach ja… Also, nichts wie hin…”, grinste Bill.
Wir liefen zu ihr rüber. Als sie uns sah,lächelte sie etwas  verschüchtert.
,,Hey Lisa!”, sagte ich freundlich.
,,Hey…”, murmelte sie.
,,Wie geht’s dir so?”
,,Och ganz gut und selbst?”
,,Auch…Achso das ist Bill…”
,,Hey Bill!”
,,Hey!”
,,Wieso ich dich anlaber, ähm, du stehst doch auf Tom ne?”, fragte ich ganz geradeheraus.
Sie wurde leicht rot.
,,Ja…”,flüsterte sie kaum merklich.
,,Ah, weil, er hätte vielleicht Bock auf ein Date mit dir…”
,,Echt jetzt?”
Nun sah sie aus wie ein kleines Kind das sein erstes Fahrrad bekam.
,,Yoa… Hast du am Wochenende schon was vor?”
,,Wann denn?”
,,Samstag abend?”
,,Ne und wo?”
,,Bei, bei, im Frog!”
,,Uhrzeit?”
,,18 uhr?”, fragte ich.
Sie nickte glücklich.
,,Gut dann Bye!”, sagte ich und wir verzogen uns.
,,War ja einfacher als ich dachte… Und wie die gestrahlt hat…”
,,Hab doch gesagt die Steht voll auf ihn…”grinste komisch als er mich sah.
Im Bus dann, flackte ich mich neben Bill in den Vierer. Tom nahm gegenüber von mir Platz. Wir hatten ausgemacht das Bill es ihm irgendwie beibringen sollte, wie auch immer….

Am Nachmittag klingelte das Telefon.
,,Er machts!”, kreischte Bill glücklich.
Ich jubelte. ,,Wars schwer ihn zu überreden?”
,,Ne, ich hab gesagt sie himmelt ihn an und is leicht rumzukriegen.”
Ich grinste. Der Sexualtrieb war bei Tom immer schon n bisschen ausgebauter gewesen.
,,Also dann um 6 im Frog heissts Showtime?”
,,Yeeah! Und wir sitzen in der ersten reihe!”, grinste Bill.
Ich lachte. Na das konnte ja was werden…
,,Hmm…”

Am Wochenende machte ich mich schon früh fertig loszugehen. Halb 5 hohlte mich Bill ab.
,,Weiss der eigentlich, das wir dabei sind?”, fragte ich und lies mich im Bus auf den Platz neben ihn fallen.
,,Neee… Aber so isses Witziger…”, grinste der.
,,Hmm…” Ich lächelte.
Wir stiegen aus und liefen zum Cafe. Lisa hockte da schon angespannt, wir suchten uns ein Plätzchen in der Nähe, direkt neben der Säule.
,,Also, die Number One Dating regel, von wegen zu spät kommen, hat die auch noch nicht gehört oder?”, murmelte ich.
10 Minuten später kam Tom reingewuselt. Sie umarmten sich und Lisa zitterte wie Espenlaub, doch gerade das schien Tom zu imponieren. Sie laberten ewig, und Toms berühmtes Grinsen war Dauerzustand. Irgendwann beugte er sich vor und, und, nein das!! Sie, sie küssten sich! Moment mal sollte ich das nicht gut finden? Ja genau das war gut…
Bill grinste zu mir rüber und schlürfte genüsslich seinen Bacardi.
,,Läuft doch Klasse…”, grinste er.
,,Ja ganz toll…”, sagte ich und erst als ich es ausgesprochen hatte, checkte ich meinen leicht schnippischen unterton.
,,Mimi du wirst doch nicht…”, murmelte Bill und sah mich erschrocken an.
,,Ach papperlapapp du bist aber auch leicht zu erschrecken!”, lächelte ich gequält, betont darauf, lässig zu klingen.”
,,Ahja…”, meinte Bill, zog eine Augenbraue hoch und konzentrierte sich dann wieder auf seinen Bruder und Lisa.
Ich liebe Andi. Aus fertig. Und das Gegenteil lass ich mir von keinem mehr einreden, erst recht nicht von meinem Gehirn…
Schließlich standen Tom und Lisa auf.
,,Nichts wie hinterher…”, grinste Bill.
Wir standen auf, und das ganze hatte was von einer Verfolgungsjagd. In den selben Bus konnten wir natürlich nicht, aber wir sahen, das die Beiden in den Bus nach Loitsche stiegen, obwohl Lisa doch in Magdeburg City wohnte…
Ob da noch was lief? Natürlich lief da was, ich kannte ihn ja schließlich lang genug…
,,Hmm… Warten wir…”, murmelte er und hockte sich auf die Bank.
Der nächste Bus würde erst in einer halben stunde eintrudeln. Also hockte ich mich neben ihn…
,,Mir is kalt…”, murmelte ich.
Bill legte den Arm um mich. ,,Meinst du, du hast das richtige getan?”
Konnte der Typ gedankenlesen oder was? Mir ging es furchtbar dreckig und ich wusste nicht wieso. Irgendwas schmerzte tief in mir…
,,Nee, alles okay…”, murmelte ich.
Bill sah mich musternd an. Der checkte garantiert, das was nicht stimmte.
Als der Bus kam stiegen wir ein und hockten uns ganz hin. Ich blieb die ganze zeit Stumm. Als wir ausstiegen, fragte Bill: ,,Kommste noch mit zu mir?”
Wollte ich? Hmm…. Also, naja ähm…
Ach was sollten diese Gefühlsschwankungen wieder? Heilige Scheisse…
Ich nickte. Wir liefen zu ihm. Ich hatte kein Plan wieso ich das gemacht hatte, aber ich lief mit Bill zu ihm. Dort warf ich mich auf sein Bett.
,,Japs, Toms triebe kommen durch….”, grinste Bill und legte sich neben mich.
Da Toms zimmer über dem von Tom war, hörte man sau viel durch. Und das gepolter da oben war nicht zu leugnen. Ich verzog das gesicht. Etwas in mir verzog sich. Nein, Nein, Nein, wieso machten die zwei das? Wieso… Wieso… Wieso tat er mir das an? Moment mal… Wieso tat er mir das an??? Ich mein, ich hatte das arrangiert, ich liebte Andi, genau ich liebe Andi…
Bill merkte anscheinend, das ich vor mich hin sinierte.
,,Den Blick hab ich des letzte mal bei dir gesehn, als Sven ne neue hatte…”, murmelte Bill.
Ach ja sven… Er hatte mit mir schluss gemach und war zwei Tage später mit ner neuen Aufgekreuzt… Damals hatte mich Tom getröstet… Jetzt lag ich hier neben Bill… Ich sah zu ihm rüber. Sie waren wirklich Zwillinge… Egal wie unterschiedlich sie aussahen, in solchen momenten, checkte ich das sie den selben einfühlsamen Charakter hatten. Und dieser Blick, das sie wussten, was los is, ohne das man was sagte…
Bill legte eine Green Day CD ein und legte sich dann wieder neben mich…
,,Bin immer für dich da ja?”, flüsterte er.
,,Mir geht’s gut! Jetzt wird alles gut…”, hörte ich mich sagen und nickte langsam ein…
Am nächsten Morgen wurde ich durch die Sonnenstrahlen geweckt. Bill sah ich neben mir friedlich schlafend. Ich stand auf und bewegte mich Richtung Bad. Bestetzt. Na wunderbar…
Schließlich ging die Tür auf und vor mir stand: Lisa!
Sie hatte also hier gepennt, und sie hatte mein Schlafshirt an!!! Das Shirt das ich immer getragen hatte, wenn ich hier gepennt hatte! Sie lächelte. Sie hatten es also getan und sie hatte hier geschlafen…
Fertig mit den nerven packte ich meine Sachen zusammen, schrieb Bill noch einen Zettel und ging raus, Heim. Was war nur mit mir los? Ich wollte es doch so und, und jetzt? Scheisse ehy… Ich liebe doch Andi…

Am Montag in der Schule war ich aus einem unerfindlichem Grund schlecht drauf. Andi hatte anscheinend Mega gute laune, als er mich in der Aula sah, kam er direkt auf mich zu und küsste mich.
,,Jetzt rat mal wer ne Freundin hat!”, grinste er.
,,Hö?”, fragte ich und lies mich von ihm in unsere Ecke schleifen.
,,Tom!”
SIE WAREN ZUSAMMEN?! ICH DACHTE SIE HATTEN NUR GEFIQUT??? Hey das war doch… Toll.
Und da saß er. Auf der Bank. Und hatte Lisa im Arm die kicherte.
,,Hey…”, murmelte ich und setzte ein gequältes grinsen auf.
Dann hockte ich mich mit Andi auf die gegenüberstehende bank.
,,Ihr seit zusammen?”, fragte ich betont beiläufig.
,,Yo, seit Samstag, oder Sonntag… Ach kein Plan!”, grinste Tom und küsste sie auf die Wange.
Es war sein Tom grinsen. Den arm hatte er provokativ um sie gelegt. Bill kam dazu. Fröhlich grinsend hockte er sich mir gegenüber.
,,Naaaa…”, grinste er mich an, ,,Zwei glückliche Pärchen…”
,,Ja nur du hast keine!”, grinste Andi.
,,Kommt schon noch… Haste die da drüben gesehn, Brüderchen? Die steht auf dich…”, grinste Tom.
Ich schielte zu einer Braunhaarigen rüber.
,,Ach Chantal…”, lächelte Bill verschmitzt.
Ich grinste ihn an. Ich liebte dieses unschuldige Bill grinsen. Tom und Lisa fingen voll wildes knutschen an. Ich lächelte. Nun war ja alles gut… Andi und ich hatten uns. Tom hatte Lisa. Alles perfekt. Jetzt musste nur noch Bill eine bekommen… +Smile+
Alles gut… Perfekt… hehe…

Die woche ging so weiter. Oooh, sie liebten sich, heilige scheisse wie geil… Und sie lebten ihre Liebe auch voll aus. Aber wie… Man sah sie nur noch aneinander gepappt… Hmmz…
Aber, ich, ich war doch nicht eifersüchtig? Jetzt war doch alles wie ich es wollte, und und… sniff….
Ich konzentrierte mich mal wieder voll auf Andi. Ja, und so verbrachten wir die nächsten Nachmittage zusammen. Ich liebte ihn. Ja, und wie…
Doch dieses Hinterstübchen… Da ganz hinten… Ach was, Andi, ich muste an Andi denken… An meinen Schatz. Der gerade neben mir lag und sich verschlafen die Augen rieb.
,,Baby?”, murmelte er.
Ich kuschelte mich wieder an ihn heran. Hmm… Ja das war richtig und nicht, nicht Tom. Tom gehörte Lisa. Und ich Andi…

Am nächsten Tag ging ich zu Bill. Einfach labern, einfach, einfach mal Spaß haben, ohne Liebe. Wir Zusammen gingen wir zum Proberaum.
,,Tom is doch nicht da oder?”, fragte ich.
Reichte schon, wenn ich ihn immer in der Schule sah, unsere Freundschaft, war nämlich irgendwie unecht geworden. So oberflächlich… So…
,,Hey Leute!”, begrüßte uns Georg als wir reingingen.
Ich grinste ihn an und hockte mich dann auf die Couch.
,,Mit Tom alles okay?”, fragte mich Gustav, der neben mir saß.
,,Hmm…”, ich nickte.
,,Siehst aber nicht so aus…”, murmelte er und guckte mich an.
,,Mach nicht einen auf Hobby Psychologe…”, meckerte ich.
,,Tu ich nicht… Ich denk ja nur…”
,,Denk lieber nicht, und vor allem nicht an mich.”, murmelte ich.
Er verzog das gesicht. ,,Du bist selber für dein Glück verantwortlich…”
,,Genau…”, grinste ich.
Georg sah komisch aus seiner Ecke herüber und stimmte seinen Bass…
Aufeinmal schlug jemand die Tür auf.
,,Hey Leute!” Es war Tom.
Was wollte der denn jetzt hier?
,,Na was geht?”, fragte er und lies sich auf ein Sofa fallen.
Ich guckte auf den Boden. Ich wollte ihn nicht sehn…  Denn sobald ich ihn ansah… Keine Ahnung ich sah Lisa und ihn und… Ach so ein Scheiss…
Ich war eifersüchtig. Das musste ich mir eingestehn. Aber wahrscheinlich nur, weil Lisa seine ganze zeit beanspruchte und er jetzt keine Zeit mehr für mich hatte…
Ja so war es wohl… Ich mein, ich liebte ihn ja nicht, nein nicht die bohne…
,,Hey Mimi, was’n so still?”, bemerkte er und sah besorgt zu mir hinüber.
,,Nix…”, meinte ich nur und legte meinen Kopf in Gustavs Schoß.
Bloß nicht zu ihm rüber schauen…
,,Hmm naja, und was treibt ihr so?”, fragte er.
Ja was trieben wir denn so…? Gerade in diesem Moment wünschte ich mich drei Monate zurück, als diese ganze scheisse noch nicht war und ich jetzt in Toms schoss und nicht in Gustavs liegen wüde.

Die nächsten tage wurden nicht besser. Die Eifersucht fraß mich innerlich auf, obwohl ich ja nichtmal wusste wieso ich überhaupt eifersüchtig war…
Mit Andi liefs “gut” Naja soweit man von gut sprechen konnte… Ich wusste nicht was mit mir los war. Wenigstens umarmen und so konnten wir uns wieder… Aber wie ich schon sagte, alles war so, so oberflächlich geworden…

Und so ging ich wieder jeden Tag in die Schule und machte die Tortur mit.
,,Ich hab ne Idee…”, sagte Andi plötzlich.
,,Was’n?”, fragte ich und lies mich auf die Wiese fallen.
Wir saßen im Schulhof auf der Wiese. Andi, Lisa, Tom und ich.
,,Wie wärs mal mit neu Doppeldate…?”, fragte er.
Hä? Wie kam er denn jetzt da drauf?
,,Klar, wär doch ne super Idee!”, meinte Lisa begeistert.
Meine Blicke halfen nichts, sie machten auf das wir uns zusammen treffen sollten….
Also stand ich im Bad und machte mich fertig. Das konnte ja ein toller abend werden… Tom und Lisa beim geknutsche zu gucken wunderbar… Ich zog meinen schwarzen Rock, irgendein Oberteil und High Heels an.
,,Miriam? Andi is da!”, rief mir meine Mum von unten zu.
Ich lief hinunter wo Andi stand. Er begrüßte mich mit einem Kuss. Er drückte mir den Helm in die Hand und ich stieg hinter ihm auf den Roller. Wir fuhren nach Magdeburg und ich hielt mich an ihm fest. Ganz fest…
Ich musste mir selbst klar machen, das ich nur ihn liebte. Und das würde ich heute auch machen…
Als wir im Frog ankamen, saßen Tom und Lisa schon da.
,,Hey!”, begrüßten wir uns und hockten uns gegenüber von ihnen.
Lisa strahlte übers ganze gesicht, ich klammerte mich an meinem Coktail fest. Wunderbar. Da saß ich nun. Neben meinem Freund. Und sah mir in all meiner Eifersucht an, wie Tom und Lisa ein glückliches Paar waren. Scheisse, Scheisse, Scheisse… Aussen regnete es in Ströhmen, innerlich war ich am zerbrechen… Jawohl.
Und dann sah mich Tom an. Mit diesem Blick der mich hypnotierte. Vorhin beim Anziehn schon, da hatte, hatte es so, gekribbelt. Und jetzt sah ich ihn an und… Scheisse ich war doch jetzt nicht echt in ihn oder? Das ging doch nicht… Ich sah zu Andi rüber, wie er lachte. Früher hatte ich sein Lachen geliebt, seine art und jetzt sah ich ihn an und weg wars…
Weg war das kribbeln, alles… Und dann sah ich zu Tom. Und da war es wieder. Die Aufregung, das kribbeln…
Und just in diesem Moment wurde es mir bewusst. Ich hatte mich verliebt und zwar, in Tom. Und ich sah wie er sie küsste, wie Andi mich lachend in den Arm nahm und wie mir auf einmal die tränen über die Wangen liefen. Ich stand auf und, und rannte raus. Rannte, einfach raus hier. Einfach weg. Hinter mir hörte ich Andi rufen, was denn los sein, doch mir war es egal. Ich rannte in den Regen.
,,Mimi Bleib stehn!”, hörte ich hinter mir eine Stimme rufen.
Doch ich lies mich nicht beirren. Ich wollte ihn nicht sehn, es war bestimmt Andi, der wieder einen auf überfreund machte und mich in seine kalten arme nehmen wollte…
Ich rannte und sah mich nicht um. Doch dann knickte ich auf einmal um auf meinen Schuhen und fiel hin. Ich hörte von hinten schritte und versuchte mich aufzurappeln, doch zu spät. Jemand hob mich hoch und dann meinen Kopf. Ich guckte weg, doch er drehte den Kopf wieder zu mir.
Und zu meinem erstaunen stand nicht Andi vor mir… Sondern Tom.
,,Was is los?”, fragte er und sah mir direkt in die Augen.
Ich fing noch mehr das heulen an.
,,Es ist falsch, falsch, falsch!”, schluchzte ich und trommelte gegen seine Brust.
,,Alles wird gut… Scccht!”, machte Tom und hielt meine Hände fest.
,,Nein…”, jammerte ich und er drückte meinen Kopf gegen seine Brust.
,,Sccht…”, machte er wieder und strich mir über den Rücken.
,,Was is los, süße?”, fragte er und zwang mich ihn anzusehen.
,,Ich, ich…”, stotterte ich und schluchzte.
Nein, nein, das durfte nicht sein… Ich durfte sein Glück nicht kaputt machen… nein…
,,Ganz ruhig…”, flüsterte er und sah mich mit diesem Engelsblick an.
Und da standen wir nun. Wurden pitschnass. Die Regentropfen liefen über sein Gesicht, doch kälte spürte ich nicht.
,,Tom ich… ich….”, schluchzte ich erneut.
,,Scht…”, machte er wieder und küsste mich einfach.
Und da standen wir nun. Küssten uns im strömenden Regen. Wir liesen voneinander ab…
,,War es das was du sagen wolltest?”, flüsterte er.
Ich lächelte und nickte. Er hatte es verstanden.
,,Tom? Ich liebe dich…”, flüsterte ich und lies mich wieder an seine Brust sinken.
Er nickte. ,,Ich dich auch… Nur dich…”
Nur dich?
,,Aber, aber du liebst doch… Lisa…”, murmelte ich.
Er schnaufte, dann grinste er. Wieso grinste er?
,,Ach Lisa…”, sagte er.
,,Was ist mit ihr?”, blinzelte ich und sah ihn an.
,,Checkst dus nicht? Ich liebe nur dich…”, murmelte er und küsste mich wieder.
Ja ich liebte ihn. Ja. Ich stand es mir ein. Ich hatte mich in meinen besten Kumpel verliebt. In Tom. Tom Kaulitz. Heilige Scheisse…
,,So ist das also…”, hörte ich auf einmal eine Stimme hinter uns sagen. Wir liesen voneinander ab und sahen hin.
Da stand Andi.
,,Andi, es…”, jammerte ich.
,,Halts maul du, du miese Schlampe!”, brüllte er.
Er kam auf uns zu und schubste Tom.
,,Was? WAS?”, fragte Tom provokativ.
,,WAS GEHT MIT DIR? NIMM DEINE FINGER VON MEINER FREUNDIN!”, brüllte er jetzt Tom an.
,,ANDI! Lass ihn!”, schrie ich.
Er drehte sich zu mir um. Sein gesicht hatte sich verdunkelt.
,,Verteidigst du ihn auch noch? Du billiges Miststück!”, schrie er mich an.
Er nahm mich an die Schultern.
,,Wie kannst du mir nur so was antun du Schlampe? Und Dann auch noch mit Tom?”, fragte er und seine Stimme war hass erfüllt.
,,Lass sie!”, meinte Tom und ging zwischen uns.
,,Ach ja? Wie lange läuft das schon zwischen euch? Jedes mal wo du bei ihm geschlafen hast, hast du wahrscheinlich MIT IHM geschlafen!!!”
Ich atmete schwer. Trähnen liefen mir die Wangen runter, ich hatte das Gefühl, gleich zusammen zu brechen.
,,Haben wir nicht! Sie hat mich sogar immer weg gestoßen und gesagt das sie nur dich liebt! Es war alles meine Initiative.”, verteidigte mich Tom.
Andis Blick war hass erfüllt.
,,Du weißt wie sehr ich sie Liebe.. Du bist mein bester Kumpel verdammte scheisse!”, schrie er, ,,Und jetzt, jetzt hast du sie!”
Er atmete schwer, der Regen durchweichte seine Klamotten.
,,Andi, ich,”, stotterte ich.
,,Halts maul du Hure!”, zischte er mir zu.
Dann ging er auf Tom los. Er drückte ihn gegen die Wand.
,,Du mieses Arschloch, und ich hab dir vertraut? BOAH ALDA FICK DICH!”, schrie er.
Dann warf er mir noch einen Hasserfüllten Blick zu.
,,Ich hasse dich!”, zischte er.
Dann ging er. Lief Um die Ecke, durch den Regen. Ich sah ihm nach, bis ich ihn nicht mehr sah… Dann drehte ich mich zu Tom um, fiel in seine Arme und brach in Trähnen auf. Schonwieder.
,,Meinst du, du hast das richtige Getan?”, fragte er mich.
Wie oft ich diese Frage schon gehört hatte… Ich sah ihn an. Wie er da stand pitschnass und mich ansah. Mit diesem Blick.
Ich nickte. Zum ersten Mal seit wochen wusste ich, zu wem ich gehörte.
Wir küssten uns wieder.
,,Ich liebe dich…”, flüsterte er.
,,Ich dich auch…”, erwiderte ich und küsste ihn…


Wiederwillig hockte ich mich auf meinen Stuhl. Tom hatt mich ganz beeinnahmt. Gott sei dank war ich gestern nach dem Basketball Platz schnurstracks gleich nachaussen gegangen.
Und heute? Tja, in der Schule musste ich bei ihm sein. Und zwar den ganzen Tag über. Immernoch darüber sinierend ob ish eigentlich die rishtishe entsheidung getroffen hatte, nahm mich Tom in den Arm. In meiner Klasse wurde die Tatsache, das wir beide zusammen sind gemischt aufgenommen. Viele waren ja der Meinung, das bei uns schon immer was lief aber wie auch immer…
,,Süße?”, fragte er als wir in der Pause zusammen standen.
Das hieß Bill, Tom, ich und Tobi. Irgendwie hatte ich das Gefühl Tobi würde Andi ablösen…
,,Hmm?”, machte ich und lehnte mich gelangweilt an ihn.
,,Alles okay?” Es klang nachdenklich.
,,Ja…”, machte ich nachdenklich und sah verträumt herum.
Und da stand er. Andi. Er. Mein Ex. Wie das klang. So, so, endgültig… Anscheinend versuchte er anschluss in der Hopper Clique zu finden. Unsere Blicke trafen sich und ich spürte wieder dieses… Kribbeln…
Wieso war das alles so? Erst hatte ich Andi und war unglücklich und jetzt hatte ich Tom und war wieder unglücklich. Eine Tussi kam her gelaufen. Bei genauerem Hinsehen erkannte ich die Tussi die Bill als schwul bezeichnet hatte… Und sie… Sie Küssten sich! NEIN!
Das, Das kann der doch nicht… NEIN! Wieso? Andi sah zu mir. Hoffentlich würde er meinen verzweifelten Blick nicht sehn. Er grinste und fummelte an ihr herum. Wenn es das war was er wollte…
Ich drehte mich zu Tom um, sah ihm in die Augen und küsste ihn. Tom grinste. Pah, was der konnte, konnte ich schon lange. Tom stieg voll drauf ein. Ich schlang meine Beine um seine Hüfte und er drückte mich an die Wand. Yeah! Ich lies von ihm ab und sah ihm in die Augen. Ja, da war es wieder dieses Kribbeln. Ich tat also das richtige? Ja tat ich…
Wenn der schon so schnell über mich hinweg kam, dann wollte ich ihm wenigstens mal zeigen wie glücklich ich jetzt war.
,,Wollt ihr hier ‘n wett knutschen veranstalten?”, fragte Bill amüsiert.
,,Hö?”, machte Tom, lies mich runter und sah herum.
Als er zu Andi sah, verfinsterte sich sein Blick.
,,Wie tief kann man sinken…”, murmelte er.
Bill grinste. Chantal kam herüber, das Mädchen, das auf Bill stand. Ich mochte sie. Hatte mit ihr Sport und kannte sie daher ganz gut. Sie lächelte. Würde auch nicht mehr lange dauern, bis die zwei zusammen kämen…
Tom nahm mich an der Hand. Er grinste. Ich lächelte. Wenn wir rein wollten, müssten wir direkt an Andi und seiner B1tch vorbei…
Und wie wir liefen. Flanieren wäre der bessere Austrug gewesen. Tja, dann sollte er doch mal wissen was er verpasste… Mistkerl…
Andi sah uns an. Tja… Ich warf ihm einen Divenhaften Blick zu auf den Ich selbst stolz war. Ich war mehr sauer als stolz. Sauer das er sich so schnell tröstete und mir nicht nach trauerte…
Tom grinste. Sein macho grinsen… Sein “Ich krieg sie alle”-Grinsen. Pah… Sollte er doch sehn was er davon hatte… Ich brauchte ihn nicht… Ich nicht… nein… Ich hatte Tom…

Irgendwie sehnsüchtig sah ich noch mal zurück und sah ins Andi Meeresblaue augen die mich verzweifelt ansahn während er Die Tussi umarmte.  Ich drehte mich um und ging mit Tom rein, um nicht schwach zu werden, schwach wieder zu Andi zurück zu gehen. Scheisse ey, ich hatte ihn gehabt, und dann kam Tom und brachte alles durcheinander.
,,Alles okay Süße?”, fragte er und musterte mich.
,,Hmm…”, machte ich, drehte mich um und lief weiter.
Der checkte doch was… Schließlich kannte er mich lange genug. Das Klassenzimmer war schon offen deswegen gingen wir rein und hockten uns auf die Plätze. Ich musste mit jemanden reden… GUSTAV!!!

Gesagt, Getan. Nach den Hausaufgaben begab ich mich zu Gustav.
,,Was machst du denn hier?”, begrüßte er mich.
,,Muss reden…”, murmelte ich.
Er lächelte. ,,Komm rein, hab grad eh Zeit…”
Ich hockte mich auf sein Bett.
,,Na was haben wir denn wieder?”
,,Andi…”, murmelte ich.
,,Liebes Lieschen, ich dachte du hast ihn abserviert?”
,,Hmm… Aber… Ich weiss nicht ob es die richtige Entscheidung war…!”
Er verdrehte die Augen. ,,Das weiss ich aber auch nicht… Ich weiss ja nicht wen du liebst…”
,,Ja ich eben auch nicht…”
,,Und was soll ich da machen?”
,,Sag mir wen ich lieben soll!”, befahl ich und verschränkte trotzig die Arme.
,,Hä? Ich kann doch nicht sagen, Du Nimmst Jetzt Tom!”
,,Doch kannst du! Und hast auch grad! Also ich nehm Tom!”
Er seuftze. ,,Scheisse, so hab ich das nicht gemeint! Des sollte nur ein Beispiel sein!”
,,Ja und instinktiv hast du Tom gesagt! Des heisst das er der richtige ist!”, beschloss ich.
,,So ein Scheiss! Du hastn schlag mädl…”, murmelte er.
,,Ich weiss…”
Jups das wusste ich. Ganz normal war ich echt nicht mehr vor allem nicht nach dieser Tom-Andi Geschichte da also… Wer is schon noch normal wenn man mit seiner ach so großen liebe wegen den Stimmungsschwankungen eines Liebestrunkenen Hopper schluss macht?? Niemand… Und ich wars auch nicht… Genau ich war nicht normal, man sollte ich in die Klapse stecken, da ist man wenigstens sicher von den Gefühlsausbrüchen pubertierender Wannabe Pimps… Hach ja…
,,Und was soll ich jetzt machen?”, fragte ich wieder.
,,Naja also, erstmal überlegen wieso du mit Andi schluss gemacht hast und zu Tom bist!”
,,Naja weil… Weil ich eifersüchtig auf Lisa war…”, gab ich kleinlaut zu.
,,Und deswegen bist du abgehauen? Und hast dann Tom geküsst und Andi hats gesehn?”
Holla der wusste ja bescheid…
,,Äh ja…”
,,Also dann hast du ja gar nicht mit ihm schluss gemacht…”
Hä? Also der Typ hatte ne Logick…
,,Es sei denn, er hat dann mit dir schluss gemacht…”, fügte er noch hinzu.
Hmmz hatte er das?
,,Er hat gesagt er hasst mich…”
,,Hätte ich auch gesagt wenn ich an seiner Stelle gewesen wär… Und wie bist du dann mit Tom zusammen gekommen?”, fragte er.
Ja also… ,,Naja ich kam dann an Basketball Platz und dann war alles klar…”
,,Also, du bist nicht wirklich mit Andi auseinander, und nicht wirklich mit Tom zusammen….”
Scheisse der Typ hatte ne Weltansicht…
,,…aber wenn ich mir dann wieder Andis Blicke am Sonntag überlege!”
Stimmt. Ausserdem hatte er auch ne Freundin. Es war also wies war. Ich war nicht mehr mit Andi zusammen sondern mit Tom. Wunderbar…
,,Aber… ich weiss gar nicht ob ich von Andi getrennt sein will…”, murmelte ich.
,,Also, wie ich mir das so letztens angehört hab, als du bei mir warst… Da waren schon einige Gefühle für Tom da… Und ganz ehrlich das bei euch war doch nich nur pure Freundschaft oder?”
Naja eigentlich schon… oder? Von meiner Seite her aufjedenfall… Er war wie mein Bruder, und jetzt gabs Inzucht… Na lecker…
,,Ne immer nur Freundschaft…”
,,Hmm… du musst dich von deinem herz leiten lassen…”, murmelte er.
Super. Herz leiten lassen… Wo hatte er denn das wieder her?
,,Ich weiss aber nicht was mein Herz will…”
,,Weil du zu sehr auf dein Hirn hörst…”
Bravo Herr docktor! Hab schon oft genug versucht es auszuschalten, aber leider tuts das immer im falschen Moment…
,,hmmz…”
 Die Tür ging auf und Gustavs Mutter kam herein.
,,Gustav? Kannst du noch mal schnell für mich einkaufen gehen?”, fragte sie, ,,Oh Hallo Miriam!”
Ich lächelte ihr zu.
,,Klar Mom,”, sagte Juschtel und stand auf.
Ich verabschiedete mich von ihm und ging raus. Auf die Straße. Ich hatte echt kein Plan wo ich hin sollte, verwirrt wie ich war, lief ich blindlings durch die Straßen, bis ich auf einmal an irgendjemanden ranstoß. Als ich hochsah, sah ich… Andi…
,,Sorry!”, meinte ich und sah ihn an.
Er räusperte sich als er mich erkannte. ,,Passt schon…”
Eine Zeitlang sahen wir uns nur an, bis er sich auf einmal wieder fing…
,,Ciao…”, sagte er und fuhr auf seinem Skateboard weiter.
,,Tschüss…”, flüsterte ich drehte mich um und lief straight weiter…
Irgendwo hin, wo ich rausfinden konnte was das richtige für mich war…

Am Samstag war Kirchweih in Loitsche. Ich war nicht unbedingt sicher ob ich da hinwollte aber naja. Also zog ich mich an. Rock, Shirt, Schuhe. Nein keine High Heels, die Erfahrungen beim letzten mal…
,,Klopf Klopf!”, sagte jemand vor meiner Tür.
,,Komm rein…”, rief ich.
Tom Kam breit grinsend rein und lies sich auf mein Bett fallen.
,,Na fertig schatz?”, fragte er und beobachtete mich.
Ich nickte und drehte mich.
,,Sexy…”, grinste er.
,,Na wenn es dir gefällt…”, grinste ich und lies mich auf seinen Schoss fallen.
Er grinste. Wir küssten uns und es fühlte sich gut an… Mehr als gut…
Ich hockte mich auf ihn und drückte ihn nach hinten. Dann küsste ich ihn noch mal und stand auf.
Er zog eine Schnute.
,,Nix da… Willste das ich mein ganzes Styling noch mal machen muss?”, fragte ich.
,,Öhm, nö lass uns gleich hier bleiben…”, grinste er.
,,Pah, hätteste wohl gern! Wir gehen jetzt feiern!”, beschloss ich und zog ihn hoch.
,,Alles was du willst Prinzessin…”, murmelte er und drückte mir nen Kuss auf die Wange.
Ich grinste. Jedenfalls für den Moment war ich mir sicher die Richtige Entscheidung getroffen zu haben. Wir liefen zum Dorfplatz.
Wir liefen hin und sahen im Bierzelt schon Bill, Chantal und Georg sitzen. Georg hatte ein Bier in der Hand und begutachtete das Tanzen der Chicks…
,,Hey!”, begrüßten wir uns und setzen uns zu ihnen.
Tom legte den Arm um mich. ,,Durst?”
Ich nickte und er stand auf um etwas zu trinken zu holen. Aufeinmal lies sich etwas neben mich fallen. Gustav.
,,Na siehst doch ganz glücklich aus…”, grinste er.
,,Hmmm…”, ich lächelte.
,,..oder auch nicht…” Er sah mich betreten an. ,,Komm Mimi, du und Tom seit voll das traumpaar!”
,,Des gleiche haste bei Andi und mir auch gesagt…”, gab ich trotzig zurück.
Er guckte auf den Boden. Bill und Chantal verzogen sich und Georg rückte etwas näher zu mir her.
,,Na Mi was geht?”, murmelte er.
Ich hasst es wenn er mich Mi nannte. Ausserdem klang er schon ziemlich zu.
,,Nichts… bei dir?”
,,Chicks ausfindig machen… klappt aber heute anscheinend nicht so…”
,,Oooh, da gibt Tom sein Jagdrevier frei und trotzdem bekommt der Arme Schorschi keine ab!”, grinste Gustav.
,,ach halts maul, ich zeig dir wie ich die Weiber abschlepp…”, sagte er entschlossen, stand auf und ging in die Richtung, in der ein Paar Mädls standen.
Ich seufzte und sah Tom mit zwei bechern wieder ankommen. Ich lächelte und er schmiss sich wieder neben mich.
Er becherte den ganzen abend ziemlich viel, und lies mich irgendwann allein zurück. Ich saß nur noch mit Gustav auf der Bank, als auf einmal mein Handy vibrierte.

Mimi ich muss mit dir reden!
Ist echt wichtig!
Komm bitte hinters Zelt,
 ich warte da!

Sie war von Andi. Was wollte der denn jetzt? Ich seufzte.
,,Was los?”, fragte Gustav der auch nicht mehr ganz nüchtern schien.
,,Muss schnell was klären…”, murmelte ich und ging Richtung Bierzelt Rückseite.
Ganz ehrlich, ich wusste selbst nicht wieso ich ihm nachlief aber naja. Als ich dort ankam sah ich Andi schon stehn. Er sah mich betreten an.


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